Ratschläge zur Welpenpflege

Wachstumsfugen beim Welpen schützen

Elaine PopeQuick read
Was sind Wachstumsfugen?

Erfahren Sie, was Wachstumsfugen beim Welpen sind, wann sie sich schließen und wie Entwicklung und Risiken die langfristige Gelenkgesundheit beeinflussen.

Zu viel Bewegung kann einen wachsenden Welpen belasten und Druck auf sich entwickelnde Knochen ausüben, wodurch das Risiko für Verletzungen steigt. Da sich Welpen noch in der Entwicklung befinden, kann frühe körperliche Belastung die langfristige Bewegungsqualität, die Gelenkgesundheit und die allgemeine Lebensqualität beeinflussen.

Das Verständnis der Funktion von Wachstumsfugen hilft dabei, die Bedeutung der frühen Entwicklung besser einzuordnen. Die frühe Entwicklung ist durch schnelle körperliche Veränderungen geprägt, insbesondere in den ersten Lebensmonaten. Für mehr Kontext zu dieser Phase siehe „Körperliche Entwicklung von Welpen (8–16 Wochen)“.

Was sind Wachstumsfugen beim Welpen?

Wachstumsfugen (auch Epiphysenfugen genannt) sind Bereiche aus weichem Knorpel, die sich nahe den Enden langer Knochen befinden. Diese Strukturen sind für das Längenwachstum der Knochen verantwortlich und bleiben während des Wachstums eines Welpen geöffnet.

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Im Gegensatz zu vollständig ausgehärtetem Knochen ist dieser Knorpel weicher und anfälliger für Belastung. Dadurch sind diese Bereiche während Phasen schnellen Wachstums besonders verletzungsanfällig.

Große Hunderassen, wie beispielsweise Deutsche Doggen, sind aufgrund ihrer Größe und der längeren Zeit, die ihre Wachstumsfugen zum Schließen benötigen, besonders anfällig für Verletzungen. Wenn die Wachstumsfugen eines Hundes verletzt werden oder genetisch bedingt eine abweichende Entwicklung vorliegt, können Erkrankungen wie Hüftdysplasie und Arthrose entstehen.

Arthrose tritt bei Hunden aller Altersgruppen zunehmend auf. Belastungen und wiederholter Stress während des Wachstums können dabei eine Rolle spielen. In einigen Fällen reagiert der Körper mit Anpassungsprozessen, die die Beweglichkeit einschränken und mit Beschwerden verbunden sein können.

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Zu viel Bewegung bei einem Welpen kann zu Wachstumsstörungen führen und das Risiko für Arthrose sowie andere Probleme der Beweglichkeit im späteren Leben erhöhen.

Diese muskuloskelettalen Fehlentwicklungen können nicht nur die Lebensqualität Ihres Hundes beeinträchtigen, sondern in schweren Fällen auch zu schwierigen Entscheidungen am Lebensende führen, wenn die Beweglichkeit stark eingeschränkt ist.

Wachstumsfugen beim Welpen schützen

Heranwachsende Welpen benötigen sowohl ausreichend als auch altersgerechte Bewegung. Belastungsintensive Aktivitäten wie Springen, langes Laufen oder sehr wildes Spiel können das Risiko für Verletzungen erhöhen. Da Welpen oft energiegeladen und noch unkoordiniert sind, kann es hilfreich sein, typische Belastungssituationen bewusst einzuordnen.

  • Sichere, beaufsichtigte Bewegung: Beobachtete Spielphasen können helfen, übermäßige oder unkontrollierte Belastung frühzeitig zu erkennen.
  • Gewichtsentwicklung: Eine ausgewogene Entwicklung spielt eine Rolle, da zusätzliches Körpergewicht die Belastung auf noch nicht vollständig entwickelte Strukturen erhöhen kann.
  • Belastungsintensive Aktivitäten: Bewegungsformen wie wiederholtes Springen, häufiges Treppenlaufen oder abruptes Abbremsen und Richtungswechsel können höhere Kräfte auf den wachsenden Körper ausüben.
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Um das Risiko von Verletzungen der Wachstumsfugen zu verringern, sollten belastungsintensive Aktivitäten und eine schnelle Gewichtszunahme vermieden werden.

Wann schließen sich Wachstumsfugen?

Die zu erwartende Endgröße eines Hundes beeinflusst, wann sich seine Wachstumsfugen schließen:

  • Kleine Hunde (z. B. Chihuahua, Yorkshire Terrier): 6–12 Monate
  • Mittelgroße Hunde (z. B. Cocker Spaniel, Border Collie): 9–14 Monate
  • Große Hunde (z. B. Golden Retriever, Deutscher Schäferhund): 18–24 Monate

Bei größeren Hunderassen bleiben die Wachstumsfugen länger geöffnet, wodurch sie während der Entwicklungsphase anfälliger für Verletzungen sind.

Aufgrund der Unterschiede im Wachstum und im zeitlichen Verlauf des Verschlusses der Wachstumsfugen kann es hilfreich sein, die körperliche Aktivität im Zusammenhang mit der individuellen Entwicklung des Hundes zu betrachten. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann dabei unterstützen, die Entwicklung bewusster einzuordnen und Unsicherheiten zu reduzieren.

Wann hören Hunde auf zu wachsen?

Hunde wachsen in unterschiedlichem Tempo. Um besser einzuschätzen, wann sich die Wachstumsfugen schließen, kann die jeweilige Rasse oder der Rassemix als Orientierung dienen. Bei Hunden mit unbekannter Herkunft kann die zu erwartende Endgröße als grober Anhaltspunkt helfen.

Wie lässt sich eine mögliche Verletzung erkennen?

Veränderungen in der Bewegung können darauf hinweisen, dass etwas den wachsenden Körper beeinflusst. Dazu gehören Lahmheit, das Entlasten eines Beins oder Veränderungen im Gangbild. Auch bei vorsichtiger Haltung können Verletzungen auftreten. Bei entsprechenden Beobachtungen kann eine tierärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Behandlung einer Wachstumsfugenverletzung

Wenn eine Tierärztin oder ein Tierarzt eine Verletzung der Wachstumsfuge bestätigt, können je nach Situation unterschiedliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden:

  • Eingeschränkte Aktivität: Vorübergehende Reduktion der Bewegung kann den Heilungsprozess unterstützen.
  • Entzündungshemmende Medikamente oder Ergänzungen: Diese können eingesetzt werden, um Schmerzen und Entzündungen zu reduzieren.
  • Physiotherapie: Kann sowohl im Rahmen der Behandlung als auch zur Unterstützung der weiteren Entwicklung eine Rolle spielen.
  • Chirurgische Maßnahmen: In schwereren Fällen kann ein operativer Eingriff erforderlich sein.
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Ein besseres Verständnis für die Entwicklung und den Schutz der Wachstumsfugen kann dazu beitragen, die langfristige Gesundheit eines Hundes zu unterstützen.

References:

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  3. Yamasaki, Kanji. (September 1995) “Histologic Study of the Femoral Growth Plate in Beagle Dogs.” Toxicologic Pathology, Volume #23 (Issue #5), pages 612-616.
  4. Teunissen, M., Riemers, F. M., van Leenen, D., Groot Koerkamp, M. J. A., Meij, B.P , Alblas, J., Penning, L.C., Miranda-Bedate, A., Tryfonidou. M. A. (January 2018) “Growth Plate Expression Profiling: Large and Small Breed Dogs Provide New Insights in Endochondral Bone Formation.” Journal of Orthopaedic Research, pages 138-148.
  5. Gardner, Mary, DVM. “End-of-Life Decision-Making in Dogs with Mobility Concerns.” Retrieved March 2025 from https://caninearthritis.org/article/end-of-life-decision-making-in-dogs-with-mobility-concerns/?utm_source=chatgpt.com
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References

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    Lewis, Georgia (2019). Musculoskeletal Development of the Puppy: Birth to Twelve Months - Muskuloskelettale Entwicklung des Welpen: Geburt bis zum zwölften Monat. Animal Therapy Magazine.
  2. 📄 [2]
    Prieur, W. D. (1989). Management of growth plate injuries in puppies and kittens - Management von Wachstumsfugenverletzungen bei Welpen und Kätzchen. Journal of Small Animal Practice.
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    Yamasaki, Kanji (1996). Histologic Study of the Femoral Growth Plate in Beagle Dogs - Histologische Untersuchung der Femur-Wachstumsfuge bei Beagle-Hunden. Toxicologic Pathology, 23(5).
  4. 📄 [4]
    Teunissen, M., Riemers, F. M., Groot Koerkamp, M. J. A., Meij, B.P , Alblas, J., Penning, L.C., Miranda-Bedate, A., & Tryfonidou. M. A. (2018). Growth Plate Expression Profiling: Large and Small Breed Dogs Provide New Insights in Endochondral Bone Formation - Expressionsprofilierung der Wachstumsfuge: Große und kleine Hunderassen liefern neue Einblicke in die enchondrale Knochenbildung. Journal of Orthopaedic Research, 36(1).
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    Nap, R. C. & Hazewinkel, H. A. (1994). Growth and Skeletal Development in the Dog in Relation to Nutrition; a Review. Veterinary Quarterly , 16(1).
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